SPL Lab Next-Lab RTA (High SPL) – Messmikrofon für ernsthafte Pegel
Wer sein System nicht nur nach Gehör einstellt, sondern mit Messdaten arbeitet, braucht ein Mikrofon, das auch bei extremen Pegeln nicht kapituliert. Das SPL Lab Next-Lab RTA in der High-SPL-Edition ist genau dafür gebaut: Amplituden bis 155 dB, digitale Signalverarbeitung direkt im Mikrofon und eine Genauigkeit von 0,1 dB machen es zum ernstzunehmenden Werkzeug für SPL-Wettbewerbe, aber auch für anspruchsvolle SQ-Abstimmungen im Fahrzeug. Es funktioniert ausschließlich in Kombination mit SPL-Lab-Messgeräten wie dem Next-LCD oder Next-USB – kein Standalone-Betrieb.
Technische Highlights des Next-Lab RTA (High SPL)
- Interner ADC mit digitaler Übertragung: Das Signal wird bereits im Mikrofon selbst digitalisiert und dann digital per Lab-Bus weitergeleitet. Keine analoge Übertragungsstrecke bedeutet kein Einstreuen, kein Rauschen durch Kabelkapazitäten – gerade im Car-HiFi-Umfeld mit vielen potenziellen Störquellen ein echter Vorteil.
- Bis zu 10 Meter Kabellänge: Durch die digitale Übertragung ist eine Kabellänge von bis zu 10 Metern problemlos möglich – praktisch bei Wettbewerbsmessungen oder wenn das Messgerät nicht direkt am Mikrofon-Standpunkt positioniert werden kann.
- Messbereich 80–155 dB: Die High-SPL-Variante ist explizit für laute Anwendungen ausgelegt. Systeme im dreistelligen dB-Bereich messen ohne Übersteuerung – das unterscheidet diese Version vom Standard-RTA-Mikrofon.
- Omnidirektionaler Elektret-Einsatz mit linearer Frequenzantwort: Die Kapsel deckt 10 bis 22.000 Hz ab und ist auf ein gleichmäßiges Richtverhalten ausgelegt. Spezielle Kerben im Gehäuse um den Mikrofoneingang sorgen für eine glattere Richtcharakteristik – das Eingangssignal bleibt dem Originalsignal so nah wie möglich.
- Individuelle Kalibrierung: Jedes Exemplar wird einzeln geprüft und kalibriert. Das ist bei günstigen Mikrofonen oft nicht der Fall und führt zu Messfehlern, die man irrtümlich dem System anrechnet.
- Robustes Aluminiumgehäuse: Das eloxierte Alu-Gehäuse schützt die Elektronik – Verstärker, ADC und Lab-Bus-Interface – und ist für den Dauereinsatz bei Wettbewerben ausgelegt, nicht nur für gelegentliche Wohnzimmermessungen.
Technische Daten im Überblick – Next-Lab RTA (High SPL)
- Frequenzbereich: 10–22.000 Hz
- Amplitudenbereich: 80–155 dB
- Messgenauigkeit: 0,1 dB
- Messtypen: Peak und Durchschnitt (RMS)
- Mikrofon-Typ: Omnidirektionaler Elektret-Einsatz
- Signalverarbeitung: Interner ADC (Digitalisierung im Mikrofon)
- Übertragungsweg: Lab-Bus (digital)
- Max. Kabellänge: 10 m
- Unterer Empfindlichkeitswert: 50 dB
- Stromversorgung: über Lab-Bus
- Gehäuse: Eloxiertes Aluminium
- Kompatibilität: SPL Lab Next-LCD, Next-USB und weitere Lab-Bus-fähige Geräte
- Lieferumfang: Mikrofon, Lab-Bus-Verbindungskabel
Einsatzbereich & Kompatibilität des Next-Lab RTA (High SPL)
Das Next-Lab RTA (High SPL) richtet sich an alle, die ihre Messungen datenbasiert durchführen wollen – egal ob bei der Vorbereitung auf SPL-Wettbewerbe, bei der Feinabstimmung einer Frequenzweiche oder beim Einmessen eines DSPs. Die High-SPL-Variante ist dabei klar für Setups mit hohem Schalldruckpotenzial gedacht: Wer ein wettbewerbsfähiges SPL-Fahrzeug aufbaut oder regelmäßig bei EMMA, dB Drag oder vergleichbaren Veranstaltungen antritt, bekommt hier ein Messwerkzeug, das bei den typischen Pegeln nicht einfach dichtmacht.
Grundvoraussetzung: Du brauchst ein kompatibles SPL-Lab-Gerät mit Lab-Bus-Anschluss – ohne Next-LCD, Next-USB oder ein vergleichbares SPL-Lab-Frontend funktioniert das Mikrofon nicht. Wer bereits in der SPL-Lab-Ökosystem eingebunden ist, kann das Mikrofon direkt ergänzen. Zur Präzisionsmessung von Filterfrequenzen oder Subsonicfilter-Einstellungen lässt es sich auf einem Stativ positionieren.
Worauf du beim Einbau des Next-Lab RTA (High SPL) achten solltest
- Nur mit Lab-Bus-Kompatibilität nutzbar: Das Mikrofon hat keinen analogen Ausgang – prüf vor dem Kauf, ob dein SPL-Lab-Gerät einen Lab-Bus-Port mitbringt. Ohne passende Einheit ist das Mikrofon schlicht nicht funktionsfähig.
- Mikrofonposition beeinflusst das Messergebnis erheblich: Gerade im Fahrzeuginneren entstehen durch Reflexionen starke Verfärbungen. Nutze einen Ständer und platziere das Mikrofon reproduzierbar – immer an der gleichen Stelle, wenn du Vergleichsmessungen machen willst.
- High-SPL-Version für Hochpegel-Setups, Standardversion für SQ: Wenn du kein Hochpegel-SPL-Setup betreibst und dein Fokus auf SQ-Abstimmung im Normalbereich liegt, könnte die Standardvariante des Next-Lab RTA mit niedrigerem Messbereich und höherer Sensitivität im unteren Pegelbereich besser passen. Diese High-SPL-Edition fängt erst bei 80 dB an zu messen.
- Kabelverlegung trotz digitaler Übertragung sauber halten: Auch wenn das Signal digital übertragen wird, sollte das Lab-Bus-Kabel nicht direkt neben Hochstromkabeln (Endstufen-Stromversorgung etc.) verlegt werden – mechanische Beschädigungen durch Quetschung sind das realistischere Risiko als Einstreuen.
Wer mit SPL-Lab-Hardware misst und sein Setup ernsthaft analysieren will, bekommt mit dem Next-Lab RTA (High SPL) ein Messmikrofon, das für die typischen Pegel in der Wettbewerbsszene ausgelegt ist und dabei keine Kompromisse bei der Messgenauigkeit eingeht. Für reine SQ-Anwendungen ohne Hochpegel-Ambitionen lohnt sich ein Blick auf die Standardvariante – hier ist die High-SPL-Edition einfach ein Werkzeug mit klarem Einsatzzweck.
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