LAH2x10Big – wenn es richtig tief und laut werden soll
Die Loud as Hell LAH2x10Big ist ein fertig aufgebautes Bassreflex-Gehäuse für zwei 10-Zoll-Subwoofer – konzipiert für alle, die im Car-HiFi-Bereich nicht auf halbe Kraft setzen wollen. Mit einem Nettovolumen von 75 Litern und einer Abstimmfrequenz von 38 Hz zielt das Gehäuse auf tiefen, druckvollen Bass ab, der laut Hersteller bis auf 28 Hz hinunterarbeitet. Das ist kein SQ-Feinstimmgehäuse für audiophile Detailarbeit, sondern ein Kasten für alle, die Pegel machen wollen – SPL-orientiert, direkt, ohne Umwege.
Technische Highlights der LAH2x10Big
- 75 Liter Nettovolumen: Für zwei 10-Zöller ist das großzügig bemessen. Mehr Volumen bedeutet bei Bassreflex-Konstruktionen in der Regel mehr Tiefbass-Potenzial – besonders wenn die Subwoofer etwas Luft zum Atmen brauchen.
- Abstimmfrequenz 38 Hz: Die Portabstimmung liegt im tiefen Bereich, was gut zu Musik mit echtem Subbass passt (Rap, EDM, Reggae). Wer hauptsächlich Rock oder Klassik hört, braucht das nicht zwingend – wer Pegel auf 30–40 Hz will, ist hier richtig.
- Tiefgang bis 28 Hz: Herstellerseitig angegeben – das ist der Frequenzbereich, in dem das System noch sinnvoll arbeiten soll. In der Praxis hängt das natürlich auch vom verbauten Subwoofer-Paar und der Verstärkerleistung ab.
- Bassreflex-Konstruktion: Im Vergleich zu einem geschlossenen Gehäuse erzeugt ein Bassreflexport bei der Abstimmfrequenz deutlich mehr Wirkungsgrad – das macht das Setup effizienter, wenn es um maximalen Pegel geht.
- Kompakte Außenmaße für das gebotene Volumen: 95 cm Breite, 44 cm Tiefe und 32 cm Höhe – das ist ein überschaubares Gehäuse für 75 Liter netto, das in vielen Kofferräumen quer eingebaut werden kann.
Technische Daten der LAH2x10Big im Überblick
- Hersteller: Loud as Hell
- Modell: LAH2x10Big
- Gehäusetyp: Bassreflex
- Bestückung: 2x 10 Zoll Subwoofer (nicht enthalten)
- Nettovolumen: 75 Liter
- Abstimmfrequenz: 38 Hz
- Tiefgang (laut Hersteller): ab 28 Hz
- Breite: 950 mm
- Tiefe (unten): 440 mm
- Höhe: 320 mm
Einsatzbereich & Kompatibilität der LAH2x10Big
Das Gehäuse ist auf zwei 10-Zoll-Subwoofer ausgelegt – Subwoofer werden separat benötigt und sind nicht im Lieferumfang enthalten. Besonders gut harmoniert die LAH2x10Big mit Chassis, die für Bassreflex-Gehäuse mittlerer bis größerer Volumina ausgelegt sind – etwa aus dem DD Audio 500-er oder 700-er Segment, oder vergleichbare Modelle von Deaf Bonce und AI Sonic, die auf hohen Wirkungsgrad und Pegel ausgelegt sind. Für den Antrieb sollte ein Monoblock mit ausreichend RMS-Leistung her – je nach verbautem Sub-Paar mindestens 500–1000 W RMS. Wer keinen DSP im System hat, sollte spätestens hier über einen nachdenken: Bei 38 Hz Abstimmfrequenz ist ein sauber eingestellter Subsonic-Filter Pflicht, um die Subwoofer nicht unterhalb der Portabstimmung zu überlasten.
Worauf du beim Einbau der LAH2x10Big achten solltest
- Subsonic-Filter setzen: Bassreflex-Gehäuse haben unterhalb der Portabstimmung kaum noch Gegenkraft auf die Membran. Ohne Subsonic-Filter (empfohlen: ca. 25–30 Hz bei 38 Hz Abstimmung) riskierst du mechanische Überlastung der Subwoofer – vor allem bei hohen Lautstärken.
- Einbaupositon prüfen: 95 cm Breite ist für viele Kofferräume schon eine Ansage. Quer eingebaut passt das in Kombis und SUVs in der Regel gut, in kompakten Limousinen kann es eng werden – Kofferraummaße vorher genau nachmessen.
- Port-Ausrichtung berücksichtigen: Je nachdem, wo sich der Bassreflexport befindet, kann die Aufstellung (Port zur Rücksitzbank oder zur Heckklappe) den Klang im Fahrgastraum spürbar beeinflussen. Im Zweifel beide Positionen ausprobieren.
- Subwoofer-Impedanz und Verdrahtung planen: Zwei Subwoofer bieten mehrere Verdrahtungsoptionen (parallel/seriell). Die resultierende Impedanz an der Endstufe sollte zu deren stabilem Arbeitspunkt passen – idealerweise 1 oder 2 Ohm, je nach Verstärker.
Die LAH2x10Big ist ein solides Fertiggehäuse für alle, die mit zwei 10-Zöllern Druck machen wollen, ohne selbst ein Gehäuse bauen oder berechnen zu müssen. Das Volumen und die Abstimmung sind klar auf SPL-orientierte Anwendungen ausgelegt – wer ein SQ-Setup mit chirurgischer Präzision sucht, sollte eher zu einem kleineren, geschlossenen Gehäuse greifen. Wer hingegen bass-hungry ist und das nötige Verstärkerfundament mitbringt, bekommt hier eine direkt einsatzfähige Lösung.
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