Loud as Hell IN1700.2D Inferno – Zweikanal-Endstufe für alle, die es ernst meinen
Die Loud as Hell IN1700.2D Inferno ist eine Zweikanal-Endstufe der Klasse D, die ich in erster Linie für ambitionierte SPL-Aufbauten und leistungshungrige Mitteltöner-/Midbass-Kombinationen auf dem Schirm hätte. Mit bis zu 2 × 1.700 Watt an 1 Ohm ist das keine Endstufe für gelegentliche Hintergrundbeschallung – das ist ein Gerät für Setups, bei denen es um echte Lautstärke und Kontrolle unter Last geht. Wer hochbelastbare Chassis antreiben will, ohne bei Impedanzabfall ins Schwitzen zu geraten, findet hier einen stabilen Partner.
Technische Highlights des IN1700.2D Inferno
- 2 × 1.700 W an 1 Ohm – stabil unter Last: Die Endstufe ist explizit für niedrige Impedanzen ausgelegt. Das ist kein Marketing-Wert „unter Laborbedingungen", sondern der Punkt, der bei High-Current-Designs zählt – gerade wenn parallele Chassis angeschlossen werden.
- Full-Range-Auslegung (20 Hz–20 kHz): Die IN1700.2D beschränkt sich nicht auf Bassanwendungen. Wer kräftige Mitteltöner oder Midbass-Treiber mit Reserven versorgen will, kann diese Endstufe direkt dafür nutzen – kein Umbau, keine Kompromisse.
- Flexible Frequenzweiche an Bord: Einstellbare Crossover-Filter ermöglichen eine saubere Systemintegration, ohne dass ein externer DSP zwingend nötig ist. Für Setups mit DSP bleibt die Weiche natürlich deaktivierbar.
- Line-Out-Ausgang für Kaskadierung: Der durchgeschleifte Ausgang macht es einfach, weitere Endstufen ins System zu integrieren – praktisch, wenn das Setup später wächst oder ein Subwoofer-Amp hinzukommt, ohne die Signalkette neu zu verkabeln.
- THD unter 0,1 % und SNR über 90 dB: Für eine Hochleistungsendstufe in dieser Leistungsklasse ist das ein ordentlicher Wert – das Signal bleibt auch bei höheren Pegeln sauber und nicht matschig.
- Große Kühlkörperfläche: Class-D-Technologie ist effizient, aber bei diesen Leistungswerten entsteht trotzdem Wärme. Die großzügig dimensionierten Kühlrippen sind darauf ausgelegt, Dauerbetrieb zu ermöglichen – kein Dauerthermoschutz-Eingreifen nach 20 Minuten.
Technische Daten des IN1700.2D im Überblick
- Kanalanzahl: 2
- Verstärkerklasse: Class D
- RMS-Leistung (4 Ohm): 2 × 800 W
- RMS-Leistung (2 Ohm): 2 × 1.200 W
- RMS-Leistung (1 Ohm): 2 × 1.700 W
- Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
- Klirrfaktor (THD): < 0,1 %
- Signal-Rausch-Abstand: > 90 dB
- Eingangssensitivität: 0,2 – 6 V
- Maße (L × B × H): 440 × 234 × 74 mm
- Besonderheit: Line-Out, beleuchtetes Logo, einstellbare Crossover-Filter
Einsatzbereich & Kompatibilität – für welche Setups eignet sich die IN1700.2D?
Die IN1700.2D Inferno macht in erster Linie Sinn, wenn du leistungsstarke Zweiwege- oder Dreibweg-Systeme mit anspruchsvollen Chassis betreibst – zum Beispiel hochbelastbare Midbass-Treiber von DD Audio oder AI Sonic, die mit moderater Endstufe schlicht nicht zu ihrem vollen Potenzial kommen. Auch als dedizierter Mitteltöner-Amp in einem mehrstufigen SPL-Aufbau ist sie gut aufgestellt. Der Line-Out-Ausgang macht die Endstufe zur logischen Schaltzentrale, wenn dahinter noch ein dedizierter Subwoofer-Amp wie eine Monoendstufe aus der gleichen Inferno-Serie folgen soll. Für SQ-Puristen, die auf niedrigste Klirrwerte und analytische Klangtreue setzen, gibt es spezialisiertere Alternativen – hier liegt der klare Fokus auf Pegel und Stabilität.
Wer noch keinen DSP verbaut hat, kann die interne Weiche als Einstieg nutzen. Für fortgeschrittenere Setups empfiehlt sich die Kombination mit einem DSP-Prozessor für präzise Laufzeitkorrektur und Pegelabstimmung – die Endstufe bleibt dann rein als Leistungslieferant im Bypass.
Worauf du beim Einbau der IN1700.2D achten solltest
- Stromversorgung nicht unterschätzen: Bei 2 × 1.700 W an 1 Ohm brauchst du eine Stromversorgung, die diese Last auch tatsächlich liefern kann. Mindestens 25 mm² Stromkabel vom Akku, möglichst direkte Leitungsführung ohne unnötige Länge. Wer die Endstufe dauerhaft an ihrer Grenze betreibt, sollte auch über eine zweite Batterie oder Kondensatorstützung nachdenken.
- Lüftungsfreiraum sicherstellen: Die Kühlrippen brauchen Luft. Nicht direkt in einem vollständig geschlossenen Fach verbauen – mindestens seitlichen Abstand einplanen, damit Konvektionswärme abgeführt werden kann.
- Eingangssensitivität korrekt einstellen: Der Eingangsbereich von 0,2 bis 6 V ist breit, aber falsch eingestellt gibt es Grundrauschen oder Clipping bereits im Vorverstärker. Gain-Setup am besten mit einem Multimeter oder Oszi durchführen, nicht nach Gehör.
- Crossover-Einstellungen prüfen, bevor du laut aufdrehst: Wenn die interne Weiche aktiv ist und falsch konfiguriert wurde, können Chassis außerhalb ihres Arbeitsbereichs laufen – das merkt man spät und meist dann, wenn der Hochtöner schon weg ist.
Die Loud as Hell IN1700.2D Inferno ist eine konsequent auf Leistung ausgerichtete Zweikanal-Endstufe, die ihren Preis dann rechtfertigt, wenn du tatsächlich High-Current-Anwendungen mit niedrigen Impedanzen planst. Für ein simples Frontsystem mit 4-Ohm-Chassis gibt es effizientere Lösungen – aber wer wirklich pushen will und Reserven braucht, ist hier richtig.
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