Hannibal FURY TW-39 – Bullet-Tweeter für Setups, die auch bei hohem Pegel noch Hochton brauchen
Der Loud as Hell Hannibal FURY TW-39 ist ein 3-Zoll-Bullet-Tweeter, der vor allem dort Sinn macht, wo klassische Seidenkalotten schlicht überfordert wären: in lauten, hochpegeligen Systemen, die trotzdem noch einen durchsetzungsfähigen Hochton haben sollen. Mit 104 dB Wirkungsgrad und einer soliden Leistungsaufnahme ist der TW-39 eine sinnvolle Ergänzung zu Midbass-Treibern in SPL-orientierten oder zumindest leistungsstarken Daily-Setups – kein reiner SQ-Tweeter für die audiophile Heimstudio-Fraktion, aber genau das richtige Werkzeug, wenn's laut werden soll.
Technische Highlights des FURY TW-39
- 104 dB Wirkungsgrad: Das ist deutlich mehr als bei typischen Seidenkalotten (meist 88–92 dB). Der TW-39 macht bei gleicher Eingangsleistung spürbar mehr Druck – das ist kein Marketingwert, sondern im Hochpegel-Betrieb direkt hörbar relevant.
- Ferrit-Motor mit 25-mm-Schwingspule aus Kupfer-Aluminium-Draht (CCA): CCA-Wicklung hält thermisch gut durch, ohne das Gewicht der Schwingspule unnötig zu erhöhen. Für Dauerbetrieb bei hoher Lautstärke ein solides Fundament.
- Frequenzgang 4.000–20.000 Hz: Die untere Grenzfrequenz bei 4 kHz empfiehlt eine Hochpassfilterung nicht unter diesem Wert – wer den TW-39 zu weit runter spielen lässt, riskiert thermischen Stress. Mit einem DSP und sauberer Trennung ist das kein Problem.
- Bullet-Design für gerichtete Abstrahlung: Die konische Abstrahlcharakteristik des Bullet-Gehäuses sorgt dafür, dass der Hochton auch bei hohem Pegel den Fahrgastraum durchdringt. Für Fahrzeuge mit größerem Innenraum oder lauten Installationen ein Vorteil gegenüber flachen Kalotten.
- Kompakte Einbautiefe von 36 mm: Passt in die meisten Türen, A-Säulen oder Speakerboards ohne dass man groß fräsen oder tricksen muss. Geliefert wird als Paar – beide Tweeter direkt einsatzbereit.
Technische Daten des FURY TW-39 im Überblick
- Tweeter-Größe: 3 Zoll
- RMS-Leistung: 40 W
- Maximalleistung (Peak): 80 W
- Frequenzbereich: 4.000–20.000 Hz
- Impedanz: 4 Ohm
- Wirkungsgrad: 104 dB
- Außendurchmesser: 96,5 mm
- Einbautiefe: 36 mm
- Montagelochgröße: 70 mm
- Gewicht (pro Paar): 0,98 kg
- Lieferumfang: 1 Paar
Einsatzbereich & Kompatibilität des FURY TW-39
Der TW-39 ist klar für Hochpegel-Installationen ausgelegt – er passt gut zu Midbass-Treibern ab 6,5 Zoll aufwärts, die ähnlich hohe Wirkungsgrade mitbringen, damit die Systemabstimmung stimmig bleibt. Besonders sinnvoll in Setups, die mit leistungsstarken Endstufen (ab ca. 100 W RMS pro Kanal) betrieben werden. Für die saubere Trennung empfehle ich einen DSP mit mindestens 6 Kanälen – aktive Weichen machen hier deutlich mehr aus als passive Netzwerke. Einbauorte: A-Säule, Türverkleidung (oberhalb der Fensterkante), oder eine dedizierte Tweeter-Halterung. Die 70-mm-Einbauöffnung ist unkompliziert zu bearbeiten.
Worauf du beim Einbau des FURY TW-39 achten solltest
- Hochpassfilter nicht unter 4 kHz: Den Tweeter tiefer zu betreiben als seine untere Grenzfrequenz erlaubt, kann die Schwingspule thermisch überlasten – gerade bei hohem Pegel. Am DSP sauber bei 4–5 kHz mit mindestens 12 dB/Okt. trennen.
- Winkelung beachten: Bullet-Tweeter strahlen gerichtet ab. Leg vor dem endgültigen Einbau einen kurzen Hörtest hin – die Ausrichtung auf den Hörpunkt macht klanglich einen größeren Unterschied als bei Kalotten-Tweetern.
- Pegel anpassen: 104 dB Wirkungsgrad bedeutet, dass der TW-39 im Vergleich zu vielen Mitteltönern lauter ist. Gain-Struktur am DSP oder Verstärker entsprechend anpassen, sonst klingt der Hochton zu präsent.
- Kabelquerschnitt: Für die Tweeter-Verdrahtung reicht 1,5 mm² problemlos aus – hier muss man nicht überdimensionieren, aber auf ordentliche Crimpverbindungen oder Lötverbindungen achten, gerade bei Vibration im Fahrzeug.
Wer ein lautes System baut und keinen Hochton sucht, der bei Zimmerlautstärke glänzt, sondern einen, der auch bei 110 dB noch durchkommt, ist mit dem FURY TW-39 gut bedient. Für ein reines SQ-Setup mit Fokus auf natürliche Hochtonwiedergabe würde ich eher zu einer Seidenkalotte greifen – aber das ist hier auch nicht der Anspruch. Als Ergänzung zu einem leistungsstarken Midbass-Treiber in einem lauten Alltagsauto oder einem SPL-orientierten Aufbau macht der TW-39 seine Arbeit zuverlässig.
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