AudioControl LC5i PRO – der LOC, der wirklich funktioniert
Wer ein Werks-Radio behalten will, aber trotzdem saubere Preamp-Signale für seine Endstufen braucht, kennt das Problem: Die meisten Line-Output-Converter liefern ein Signal, das klingt wie es aussieht – billig. Der AudioControl LC5i PRO ist ein anderer Ansatz. Fünf Preamp-Ausgänge, einstellbare Eingangsimpedanz und ein dedizierter Bass-Kanal machen ihn zum ernstzunehmenden Interface zwischen OEM-Headunit und erweitertem Car-HiFi-System – ob SQ-Aufbau oder bassbetontes Daily-Setup.
Technische Highlights des LC5i PRO
- Einstellbare Eingangsimpedanz (20 Ω, 60 Ω, 20 kΩ): Das ist kein Komfort-Feature, das ist Pflicht bei OEM-Integration. Viele Werksradios reagieren empfindlich auf falsche Last – wer hier falsch liegt, hört es sofort in Form von Rauschen oder verzerrtem Signal. Mit drei wählbaren Impedanzstufen passt sich der LC5i PRO an nahezu jede Fahrzeugelektronik an.
- Bis zu 40 Vrms Eingangsspannung: Moderne Premium-Werksanlagen (Bose, Harman, Bang & Olufsen) fahren oft sehr hohe Lautsprecherspannungen. Der LC5i PRO verarbeitet bis zu 40 Vrms – das entspricht rund 400 Watt an 4 Ohm – ohne zu clippen. Damit ist er auch für High-Power-OEM-Systeme geeignet.
- 9,5 Vrms Ausgangspegel: Für einen LOC ist das außergewöhnlich hoch. Das gibt Endstufen ausreichend Headroom und hält den Rauschboden weit nach unten – besonders relevant, wenn du empfindliche Endstufen ohne eigenen Eingangsregler betreibst.
- 5 Ausgänge (4 Hauptkanäle + 1 dedizierter Basskanal): Der separate Bass-Ausgang ist kein Gimmick. Er ermöglicht eine eigenständige Signalführung für den Subwoofer-Kanal, ohne dass du diesen erst aus einem der Hauptkanäle abgreifen und manuell zusammenführen musst.
- THD unter 0,01 % und Signal-Rauschabstand über 124 dB: Das sind Messwerte, die weit über typischen LOC-Lösungen liegen. Im Alltag bedeutet das: kein hörbares Rauschen, kein Brummen – vorausgesetzt, der Rest des Setups ist sauber verdrahtet.
- ±15 dB Output Gain: Der einstellbare Ausgangspegel erlaubt eine präzise Pegelanpassung an die angeschlossene Endstufe, ohne dass du an den Endstufen-Gain-Reglern wild herumdrehen musst. Das ist der richtige Weg, Gain-Struktur aufzubauen.
Technische Daten des LC5i PRO im Überblick
- Eingänge: 1 Speaker-Level-Eingang (4-Kanal)
- Max. Eingangspegel: 40 Vrms / ca. 400 W (bei 20 kΩ-Einstellung)
- Eingangsimpedanz (wählbar): 20 Ω, 60 Ω, 20 kΩ
- Preamp-Ausgänge: 5 (4 Hauptkanäle + 1 Basskanal)
- Max. Ausgangspegel: 9,5 Vrms / 13 V Peak
- Output Gain: ±15 dB
- Ausgangsimpedanz: 150 Ω
- THD: 0,01 %
- Signal-Rauschabstand: >124 dB
- Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
- Stromaufnahme: 330 mA
- Empfohlene Sicherung: 2 A
- Abmessungen (L × T × H): ca. 178 × 130 × 29 mm (inkl. Lautsprecheranschlüsse)
- Gewicht: ca. 0,5 kg
- Lieferumfang: LC5i PRO, ACR-1 Fernbedienung, 6 m Telefonkabel, Lautsprecher- und Stromstecker, Handbuch, Garantiekarte
Einsatzbereiche & Kompatibilität des LC5i PRO
Der LC5i PRO ist prädestiniert für OEM-Integrationen, bei denen das Werkradio aus optischen oder funktionalen Gründen bleiben soll – zum Beispiel bei Fahrzeugen mit fest integriertem Navigationssystem oder CAN-Bus-abhängiger Klimasteuerung über das Display. Er arbeitet zuverlässig mit gängigen Werksanlagen aus dem VW-, BMW-, Mercedes- und Audi-Umfeld zusammen, solange die Eingangsimpedanz korrekt eingestellt wird.
Für Setups mit DSP empfehle ich, den LC5i PRO als vorgelagertes Signal-Interface zu nutzen und den DSP danach zu schalten – so hast du ein stabiles, pegelsicheres Signal als Basis. Kombiniert mit einem 4-Kanal-DSP-Verstärker und einer separaten Mono-Endstufe für den Sub lässt sich ein vollständiges 5-Kanal-System sauber aufbauen. Der Bass-Ausgang des LC5i PRO spart dabei eine Summierweiche oder eine zusätzliche Signalquelle.
Worauf du beim Einbau des LC5i PRO achten solltest
- Impedanzwahl zuerst, dann Pegel: Bevor du irgendeinen Gain-Regler anfasst, stell die Eingangsimpedanz passend zur Fahrzeugelektronik ein. Eine falsche Impedanz kann das Werkradio in seiner Funktion beeinträchtigen oder den Rauschboden unnötig anheben.
- Massepunkt sorgfältig wählen: Gerade in Fahrzeugen mit empfindlicher CAN-Bus-Elektronik können schlechte Massepunkte Brummschleifen erzeugen. Direkt an die Fahrzeugkarosserie – nicht an einen Kabelbaum oder eine Schraubenverbindung hinter Verkleidungen.
- Sicherung nicht überdimensionieren: 2 A sind angegeben – diese Vorgabe einhalten. Der LC5i PRO zieht im Betrieb nur 330 mA, die Sicherung schützt in erster Linie die Zuleitung.
- ACR-1 Fernbedienung sinnvoll platzieren: Die mitgelieferte Fernbedienung erlaubt die Lautstärkeanpassung des Basskanals von der Fahrgastzelle aus. Sie gehört in Griffweite – typischerweise in die Mittelkonsole oder unter den Sitz, nicht hinter Verkleidungen.
Der AudioControl LC5i PRO ist keine Notlösung, sondern eine durchdachte Komponente für jeden, der eine Werks-Headunit dauerhaft im Fahrzeug behalten will, ohne Kompromisse beim Klangergebnis einzugehen. Wer sauber pegelstrukturiert aufbauen möchte und kein schlechtes OEM-Signal als Basis für sein System akzeptiert, ist hier genau richtig.
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