AudioControl LC2i PRO – der Line Output Converter, der seinen Job wirklich ernst nimmt
Wer ein Werksradio oder eine Werksanlage mit einem Nachmarkt-Verstärker verbinden will, ohne das Fahrzeug komplett umzubauen, kommt an einem guten Line Output Converter nicht vorbei. Der AudioControl LC2i PRO ist genau das – aber ohne die typischen Kompromisse billiger LOC-Lösungen. Mit dem integrierten AccuBASS-Schaltkreis, sehr niedrigem Klirrfaktor und einem breiten Frequenzgang ist er für Setups gedacht, bei denen Klangqualität nicht verhandelbar ist. Ich würde ihn überall dort einsetzen, wo ein SQ-orientiertes System auf ein Werksradio trifft.
Technische Highlights des LC2i PRO
- Drei wählbare Eingangsimpedanzen (20 Ω, 60 Ω, 20 kΩ): Damit passt sich der LC2i PRO an nahezu jede Fahrzeugelektronik an – egal ob Standard-Werksanlage, Bose, Harman oder ähnliche Premiumsysteme mit niederohmigen Ausgängen. Die richtige Einstellung verhindert Pegelabfall und Verzerrungen schon am Eingang.
- Bis zu 40 Vrms Eingangsspannung (bei 20-kΩ-Stellung): Hochleistungs-Werksanlagen mit verstärkten Signalen überfordern viele günstige LOCs – der LC2i PRO verkraftet auch starke Eingangssignale ohne zu clippen.
- 4 Preamp-Ausgänge (2 Main + 2 Bass): Neben den Hauptausgängen gibt es einen separaten Bass-Ausgang – praktisch, wenn du Subwoofer-Kanal und Fullrange-Kanäle separat ansteuerst oder mit einem DSP arbeitest.
- 9,5 Vrms Ausgangspegel: Das ist deutlich mehr als die 2–4 Vrms, die man von Standard-HU-Preouts kennt. Höherer Ausgangspegel bedeutet mehr Headroom an der Endstufe und ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis in der gesamten Signalkette.
- THD von 0,01 % und SNR über 110 dB: Diese Werte sprechen eine klare Sprache – hier gehen keine hörbaren Informationen verloren und kein nennenswertes Rauschen wird dem Signal hinzugefügt. Für SQ-Anwendungen ist das entscheidend.
- Ausgangs-Gain ±12 dB regelbar: Damit lässt sich der Ausgangspegel präzise auf die Empfindlichkeit der nachgeschalteten Endstufe abstimmen – kein wildes Raten, sondern sauberes Pegelmanagement.
Technische Daten des LC2i PRO im Überblick
- Eingänge: 1 Stereo-Lautsprechereingang (2 Kanäle)
- Max. Eingangspegel: 40 Vrms / 400 W (bei 20-kΩ-Einstellung)
- Eingangsimpedanz: 20 Ω / 60 Ω / 20 kΩ (wählbar)
- Preamp-Ausgänge: 4 (2 Main + 2 Bass)
- Max. Ausgangspegel: 9,5 Vrms / 13 V Peak
- Ausgangsverstärkung: ±12 dB
- Ausgangsimpedanz: 150 Ω
- Klirrfaktor (THD): 0,01 %
- Signal-Rausch-Abstand: > 110 dB
- Frequenzgang: 20 Hz – 50 kHz (±1 dB)
- Stromaufnahme: 200 mA
- Empfohlene Absicherung: 1 A
- Abmessungen (L × B × H): ca. 175 × 76 × 25 mm (inkl. Lautsprecheranschlüsse)
- Gewicht: 0,34 kg
- Lieferumfang: LC2i PRO, ACR-1 Fernbedienung, 6 m Telefonkabel, Lautsprecher- und Stromanschlüsse, Handbuch, Garantiekarte
Einsatzbereich & Kompatibilität des LC2i PRO
Der LC2i PRO ist die richtige Wahl, wenn das Werksradio bleibt – sei es aus Kostengründen, wegen CAN-Bus-Abhängigkeiten oder weil das originale Display und die Bedienung erhalten bleiben sollen. Besonders häufig anzutreffen in Fahrzeugen mit werkseitig integrierten Premium-Soundsystemen (z. B. DSP-basierte Werksanlagen in BMW, Audi, VW oder Mercedes), wo ein einfacher LOC ohne Impedanzanpassung kläglich scheitert. Der separate Bass-Ausgang macht ihn auch dann interessant, wenn du einen dedizierten Subwoofer-Kanal getrennt vom Fullrange-Signal führen willst – etwa in Kombination mit einem 6-Kanal-DSP wie dem AudioControl D-6.1200 oder einem externen Prozessor. Als Ergänzung empfiehlt sich außerdem eine sorgfältige Fahrzeugdämmung, damit das saubere Signal des LC2i PRO nicht durch Karosseriegegebenheiten wieder zunichte gemacht wird.
Worauf du beim Einbau des LC2i PRO achten solltest
- Eingangsimpedanz korrekt wählen: Schau vorher nach, was dein Fahrzeug hat. Eine hochohmige Werksanlage mit DSP braucht eine andere Einstellung als ein simpler Werks-HU-Ausgang. Im Zweifel mit einem Multimeter den Ausgangswiderstand messen – das spart Frust.
- Remote-Ausgang nicht vergessen: Der LC2i PRO kann über ein Lautsprechersignal automatisch einen Remote-Ausgang schalten. Prüfe, ob das Signal deiner Quelle dafür stabil genug ist, oder nutze alternativ eine dedizierte Remote-Leitung vom Zündungskreis.
- Einbauort mit Bedacht wählen: Das Gehäuse ist kompakt, aber der Einbauort sollte zugänglich bleiben – die Gain-Einstellung sollte nach dem ersten Testlauf eventuell noch nachjustiert werden, bevor du alles fest verbaust.
- Absicherung beachten: Die empfohlene Sicherung liegt bei 1 A – das ist sehr moderat. Nutze die mitgelieferten Anschlüsse oder stelle sicher, dass deine eigene Verdrahtung sauber ausgeführt ist und nicht an der Fahrzeugkarosserie scheuert.
Der AudioControl LC2i PRO ist kein Kompromissprodukt – er ist der LOC für Leute, denen es nicht egal ist, was zwischen Werksanlage und Endstufe passiert. Wenn du ein SQ-orientiertes Setup mit Werksradio aufbaust und nicht an der falschen Stelle sparen willst, ist er eine der sinnvollsten Investitionen im Signalweg. Wer hingegen nur kurz testen will, ob ein Subwoofer grundsätzlich funktioniert, ist mit einem günstigeren LOC besser bedient.
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