AudioControl LC2i – der Line Output Converter, den du wirklich brauchst
Wer einen Nachmarkt-Verstärker in ein Fahrzeug mit Werksradio oder einem nicht-trennbaren Head-Unit-System integrieren will, steht vor einem klassischen Problem: kein Cinch-Ausgang, dafür eine vorverstärkte Lautsprecherleitung. Genau hier setzt der AudioControl LC2i an – ein 2-Kanal-Line-Output-Converter mit aktiver Pegelanpassung und eigenem Subwoofer-Ausgang. Ich würde ihn überall dort einsetzen, wo ich keinen sauberen Preamp-Ausgang habe, aber trotzdem kein Signal-Chaos im Verstärker will.
Technische Highlights des LC2i
- Hochpegeleingang bis 400 W pro Kanal (an 4 Ω): Der LC2i verträgt ordentlich Pegel am Eingang – das macht ihn auch fit für Systeme mit schon integriertem Werks-Amp oder Bose-/Harman-OEM-Setups, wo oft mehr Leistung auf der Leitung liegt als man denkt.
- Hohe Eingangsimpedanz von 20 kΩ: Das ist wichtig, damit du das originale Audiosystem nicht belastest und Klangveränderungen am Werkssystem vermeidest – die Quelle „merkt" den LC2i quasi nicht.
- 4 Cinch-Ausgänge (2 × Main, 2 × Bass): Du bekommst nicht nur ein Stereo-Signal heraus, sondern zusätzlich ein separates Bass-Ausgangspaar – ideal, wenn du Endstufe für die Hauptlautsprecher und eine separate Sub-Endstufe ansteuern willst, ohne einen zusätzlichen Aktiv-Weichen-DSP zu benötigen.
- Ausgangspegel bis 9,5 Vrms: Das ist mehr als die üblichen 4 V, die viele Standard-LOCs liefern. Ein höherer Ausgangspegel bedeutet besserer Rauschabstand und weniger Verstärkung nötig an der Endstufe – gut für den Signalweg.
- Klirrfaktor von 0,01 % THD: Für einen LOC ein sehr ordentlicher Wert. Das Gerät arbeitet sauber und schleust keine nennenswerten Verzerrungen ins Signal – was gerade bei SQ-Ausrichtung relevant ist.
- Rauschabstand über 110 dB: Kaum ein LOC in dieser Preisklasse erreicht das. Für leise Musikpassagen und anspruchsvolle SQ-Setups ist das ein echter Vorteil gegenüber Billigkonvertern, die gerne mit Brumm und Rauschen auffallen.
Technische Daten im Überblick – LC2i
- Typ: 2-Kanal Line Output Converter (LOC)
- Eingänge: 1 × Hochpegel (2 Kanäle)
- Maximaler Eingangspegel: 400 W pro Kanal an 4 Ω
- Eingangsimpedanz: 20 kΩ
- Ausgänge: 4 × Cinch (2 × Main, 2 × Bass)
- Maximaler Ausgangspegel: 9,5 Vrms / 13 V Peak
- Ausgangsimpedanz: 150 Ω
- Klirrfaktor (THD): 0,01 %
- Rauschabstand: >110 dB
- Frequenzgang: 33 Hz – 100 kHz (±1 dB)
- Stromaufnahme: 150 mA
- Empfohlene Absicherung: 1 A
- Abmessungen (L × T × H): ca. 137 × 83 × 38 mm (ohne Befestigungswinkel), ca. 165 mm Länge mit Winkeln
- Gewicht: ca. 0,5 kg
- Lieferumfang: LC2i, Lautsprecher- & Stromanschlüsse, ACR-1 Fernbedienung, Handbuch, Garantiekarte
Einsatzbereich & Kompatibilität des LC2i
Der LC2i ist gemacht für Fahrzeuge mit Werksradio ohne Cinch-Ausgang – das betrifft heute einen Großteil aller Neuwagen. Besonders gut funktioniert er in Setups, wo das Werkssystem aktiv bleibt (z. B. wegen Lenkradfernbedienung, Fahrerassistenz oder Displayintegration) und trotzdem ein Verstärker nachgerüstet werden soll. Der separate Bass-Ausgang macht ihn zur sinnvollen Grundlage für ein 2-Wege-Endstufen-Setup – etwa eine Stereo-Endstufe für die Türlautsprecher und ein Monoblock für den Sub. Wer zusätzlich Klang und Pegel präzise kontrollieren will, sollte einen DSP wie den AudioControl DM-810 oder ähnliche Systeme mit LOC-Eingang in Betracht ziehen – der LC2i liefert dann ein sauberes Signal als Eingangsquelle. Die mitgelieferte ACR-1 Fernbedienung erlaubt die Pegeljustierung vom Fahrerplatz aus, ohne im Kofferraum herumwühlen zu müssen.
Worauf du beim Einbau des LC2i achten solltest
- Signalabgriff so nah wie möglich an der Quelle: Nimm das Signal direkt am Lautsprecherausgang des Radios ab, nicht irgendwo weiter hinten im Kabelbaum – je weiter weg, desto höher das Risiko, dass Störsignale mit eingespeist werden.
- Masseschleife vermeiden: Der LC2i braucht eine saubere Fahrzeugmasse. Eine schlechte Masseverbindung ist der häufigste Grund für Brummen im System. Kurze, direkte Masseführung zu einer blanken Karosseriestelle – nicht auf eine lackierte Fläche schrauben.
- Remote-Signal prüfen: Der LC2i kann ein Remote-Signal (Einschaltimpuls für die Endstufe) über die Lautsprecherspannung selbst erkennen. Prüfe, ob diese Funktion in deinem Setup zuverlässig auslöst – in manchen OEM-Systemen mit konstanter Restspannung kann es zu Fehlauslösungen kommen.
- Absicherung nicht vergessen: 1 A Absicherung ist vom Hersteller empfohlen – auch wenn der Strom gering ist, bei einem Kurzschluss im Kabelbaum willst du keinen Schwelbrand riskieren.
Der AudioControl LC2i ist kein Kompromiss, sondern eine saubere Lösung für ein reales Integrationsproblem im modernen Fahrzeug. Wer ein OEM-System nicht antasten will oder kann, aber klanglich vorankommen möchte, ist hier richtig. Besonders für SQ-orientierte Setups mit anspruchsvollen Endstufen lohnt sich der Aufpreis gegenüber einem No-Name-LOC – die Pegel- und Rauschwerte zeigen, dass AudioControl hier ernsthaft an die Signalkette gedacht hat.
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