Audio System X130 FLAT EVO2 – 13-cm-Compo-System für knappe Einbautiefen mit echtem SQ-Anspruch
Das Audio System X130 FLAT EVO2 ist ein 2-Wege-Compo-System der x-ion-Serie, das speziell für Einbausituationen entwickelt wurde, in denen der Platz brutal knapp ist – Türen mit wenig Luft hinter der Membran, flache Einbauschächte oder Fahrzeuge, bei denen eine Standardtiefe schlicht nicht passt. Mit nur 33 mm Einbautiefe bei 113 mm Einbauöffnung lässt sich der Tieftöner in Türen verbauen, wo andere Systeme schon kapitulieren. Für mich persönlich wäre das ein klarer Kandidat für OEM-Integrationen in modernen Fahrzeugen mit werkseitig beengten Türverkleidungen – bei gleichzeitig höheren Klangerwartungen als das Werkssystem erfüllen kann.
Technische Highlights des X130 FLAT EVO2
- Extrem flache Bauweise mit 33 mm Einbautiefe: Das ist die eigentliche Stärke dieses Systems. Moderne Fahrzeuge – besonders asiatische und amerikanische Modelle – lassen häufig kaum Luft hinter der Türbeplankung. 33 mm Einbautiefe öffnet dort Türen (im wörtlichen Sinne), die für Standardsysteme schlicht zu eng sind.
- 3-Ohm-Impedanz – nicht standard, aber relevant: Statt der üblichen 4 Ohm arbeitet das System mit 3 Ohm. Das bedeutet, dass ein handelsüblicher Verstärker bei gleichem Signal etwas mehr Strom liefert – praktisch etwas mehr Pegel aus demselben Amp. Wer das System an einem DSP-Verstärker mit stabiler Ohm-Verarbeitung betreibt, bekommt hier einen kleinen Headroom-Vorteil.
- Justierbarer Hochtonpegel in vier Stufen: Am Weichennetzwerk lässt sich der Hochtöner in Stufen von −3 dB bis +1,5 dB anpassen. Das ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit – je nach Einbauposition des Hochtöners (A-Säule, Spiegel, Tür) schwankt der wahrgenommene Hochtonanteil erheblich, und ohne diese Möglichkeit braucht man zwingend einen DSP für Pegel-Ausgleich.
- Drei wählbare Trennfrequenzen über Jumper: Der Präsenzbereich lässt sich per Kondensator-Jumper in drei Stufen anpassen (2,7 / 3,9 / 6,6 µF). Damit verändert sich die Trennfrequenz zwischen Tief- und Hochtöner, was je nach Einbausituation und persönlicher Abstimmung relevante Unterschiede im Klangbild macht – besonders im oberen Mittenbereich.
- Wählbare Flankensteilheit am Mitteltönerteil: 6 oder 12 dB/Oktave – je nachdem, wie präzise man den Übergangsbereich getrennt haben möchte. 12 dB/Okt. schützt den Tieftöner besser, 6 dB/Okt. klingt in vielen SQ-Setups homogener im Übergang.
- Zuschaltbare Impedanzlinearisierung: Ein R-C-Glied im Netzwerk lässt sich aktivieren, um Impedanzspitzen zu glätten. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn das System an passiver Frequenzweiche ohne DSP betrieben wird – der Verstärker wird dadurch stabiler belastet.
Technische Daten des X130 FLAT EVO2 im Überblick
- System-Typ: 2-Wege Compo-System (x-ion-Serie)
- Nenngröße Tieftöner: 130 mm (13 cm)
- Einbautiefe: 33 mm
- Einbauöffnung (Durchmesser): 113 mm
- Impedanz: 3 Ohm
- RMS-Leistung: 90 Watt
- Maximalleistung: 130 Watt
- Hochtonpegel-Anpassung: +1,5 / 0 / −1,5 / −3 dB
- Trennfrequenz (Jumper-Kondensatoren): 2,7 / 3,9 / 6,6 µF
- Flankensteilheit: 6 oder 12 dB/Oktave (wählbar)
- Impedanzlinearisierung: R-C-Glied, zuschaltbar
- Lieferumfang: 2× Hochtöner HS 25 EVO 3, 2× Frequenzweiche FWX EVO 3, 2× Tieftöner AS 130 FL EVO 3
- Gewicht: ca. 2,05 kg (Gesamtset)
Einsatzbereich & Kompatibilität – für wen eignet sich der X130 FLAT EVO2?
Das X130 FLAT EVO2 ist prädestiniert für Fahrzeuge mit sehr geringem Türinnenraum – das trifft auf viele aktuelle Kompaktwagen, SUVs mit doppelwandigen Türverkleidungen und zahlreiche japanische oder koreanische Modelle zu. Wer in einem VW Golf 8, Toyota GR86 oder ähnlichen Fahrzeugen mit wenig Luft hinter der Türpappe nach einem SQ-tauglichen System sucht, das ohne Anpassung der Verkleidung einbaubar ist, ist hier richtig. Da das System an 3 Ohm arbeitet, sollte der eingesetzte Verstärker oder DSP-Amp das abkönnen – die meisten modernen Endstufen sind ab 2 Ohm stabil, 3 Ohm ist also kein Problem, aber lieber vorab checken. Als Ergänzung empfiehlt sich ein DSP (z. B. aus dem Helix- oder Audison-Bereich), um das Weichennetzwerk zu entlasten und Laufzeiten sowie EQ-Korrekturen sauber umzusetzen. Türdämmung vor dem Einbau ist bei diesem Tieftöner-Format keine Option, sondern Grundvoraussetzung – die flache Bauweise bedeutet auch weniger Luftvolumen hinter der Membran, was durch gezielte Bedämpfung des Türhohlraums zumindest teilweise kompensiert werden kann.
Worauf du beim Einbau des X130 FLAT EVO2 achten solltest
- Türdämmung zuerst: Bei 33 mm Einbautiefe liegt die Membran extrem nah an der Türverkleidung – ohne ausreichende Bedämpfung des Türhohlraums bekommst du Resonanzen und einen dünnen Bassanteil. Mindestens Bitumen auf der Außenblechseite, besser zusätzlich Absorbermaterial auf der Innenseite des Türbleches.
- Jumper-Einstellungen individuell testen: Die Weiche bietet viele Kombinationsmöglichkeiten – nimm dir die Zeit und probiere verschiedene Kondensator- und Pegelstellungen systematisch durch, bevor du die Verkleidung wieder montierst. Was auf Papier passt, klingt in deiner spezifischen Tür möglicherweise anders.
- Hochtöner-Position bewusst wählen: Die Pegel-Stellmöglichkeit am Hochtöner ist vorhanden, aber kein Ersatz für eine gute Einbauposition. A-Säule oder Spiegeldreieck erlauben eine direktere Abstrahlung auf den Hörbereich und erfordern typischerweise eine niedrigere Pegeleinstellung als eine Türeinbau-Position.
- Impedanzlinearisierung aktivieren, wenn passiv betrieben: Wer das System rein passiv ohne DSP fährt, sollte das R-C-Glied aktivieren. Es stabilisiert die Last für den Verstärker und verhindert Pegelunregelmäßigkeiten im Übergangsbereich, die durch Impedanzspitzen entstehen können.
Das Audio System X130 FLAT EVO2 richtet sich klar an Fahrer, die einen SQ-orientierten Klang wollen, aber in puncto Einbautiefe keine Kompromisse machen können oder wollen. Die Weichenflexibilität ist für ein Passiv-System dieser Klasse überdurchschnittlich gut – wer das System sorgfältig abstimmt, bekommt einen klar definierten, homogenen Klang, der über das hinausgeht, was man von einem Flat-Design üblicherweise erwarten würde. Wer dagegen maximalen Tiefbass oder SPL-Pegel sucht, ist mit einem tiefer bauenden System besser beraten.
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