Audio System HLC 2 EM RTC 12/24V – High-Low-Adapter für OEM-Integrationen ohne Kompromisse
Wer einen Nachrüstendstufe oder einen DSP an ein serienmäßiges Werksradio anschließen will, steht vor einem bekannten Problem: kein Vorverstärkerausgang, kein Remote-Signal, oft eine nervige Lautsprecherlastsimulation notwendig – sonst dreht das OEM-Radio am Ausgang auf oder verhält sich schlecht. Der Audio System HLC 2 EM RTC 12/24V löst genau das. Er wandelt das Lautsprechersignal des Werksradios in ein sauberes Cinch-Signal um, generiert ein Remote-Einschaltsignal und simuliert gleichzeitig die Lautsprecherlast, damit das OEM-System nicht in den Fehler läuft. Ich würde ihn überall dort einsetzen, wo ein serienmäßiges Headunit-System erhalten bleiben soll – etwa bei Fahrzeugen mit fest integriertem Infotainmentsystem oder Lenkradfernbedienung, die man nicht opfern will.
Technische Highlights des HLC 2 EM RTC 12/24V
- High-Power-Eingang bis 100 W RMS: Über einen HPI-Schalter lässt sich die Eingangsempfindlichkeit auf 20 W oder 100 W RMS anpassen – damit deckt der Adapter sowohl schwächere OEM-Radios als auch leistungsstärkere Werksendverstärker (z. B. Bose, Harman, Dynaudio) ab, ohne das Signal zu clippen.
- Low-Noise-Amplifier-Technologie mit 5 V Versorgung: Die internen Operationsverstärker arbeiten mit einer rauscharmen 5-V-Versorgung. Das Ergebnis ist ein Signalrauschabstand von über 95 dB – damit bleibt das Cinch-Signal sauber, auch wenn das Quellsignal vom Werksradio nicht ideal ist.
- Automatische Remote-Signalerkennung und Ausschaltverzögerung: Der Adapter erkennt selbstständig, ob ein Signal anliegt (Musikerkennung über PTC-Eingang), schaltet den Remote-Ausgang automatisch ein – und verzögert das Abschalten, damit der Nachverstärker nicht vor dem letzten Ton abrupt stumm wird.
- PRS – Phantom Resistor Simulation: Die simulierte Lautsprecherlast täuscht dem OEM-Radio vor, dass ein Lautsprecher angeschlossen ist. Das verhindert Fehlermeldungen, Schutzmodi oder ein verzerrtes Frequenzverhalten, das manche Werksradios bei offenem Ausgang zeigen.
- BTL-Erkennung: Der Adapter erkennt automatisch, ob das Eingangssignal in BTL-Verschaltung (Brücke) anliegt – relevant bei vielen OEM-Verstärkern, die keine Masse-Referenz am Lautsprecherausgang führen. Das spart manuelle Konfiguration und vermeidet Phasenfehler.
- RTC-Pegelregelung: Der Ausgangspegel lässt sich über ein separat erhältliches RTC- oder RTC-PC-Modul bequem nachjustieren – sinnvoll, wenn man den Pegel nachträglich anpassen will, ohne in die Einbaubox greifen zu müssen.
Technische Daten im Überblick – HLC 2 EM RTC 12/24V
- Typ: 2-Wege High-Low-Adapter (Lautsprecher zu Cinch)
- Maximale Eingangsleistung: 100 W RMS
- Eingangsempfindlichkeit: 20 W oder 100 W RMS (umschaltbar via HPI-Schalter)
- Betriebsspannung: 8–30 V (12 V und 24 V Fahrzeuge)
- Signalrauschabstand: > 95 dB
- Frequenzbereich: 10 Hz – 50 kHz (±1 dB)
- Kanaltrennung: 75 dB
- Absicherung: 1 A
- Remote-Ausgang: Ja, automatisch generiert
- PRS (Lautsprecherlastsimulation): Ja
- BTL-Erkennung: Automatisch
- Pegelregelung: Via RTC/RTC PC (separat erhältlich)
- Abmessungen: 55 × 37 × 15 mm
- Lieferumfang: Inkl. Abzweigverbinder
- Gewicht: ca. 0,15 kg
Einsatzbereich & Kompatibilität des HLC 2 EM RTC 12/24V
Der HLC 2 EM RTC eignet sich überall dort, wo ein OEM-Headunit oder ein Werksendverstärker erhalten bleiben soll und man eine externe Endstufe oder einen DSP nachrüsten möchte – klassische Anwendungsfälle sind Fahrzeuge mit Lenkradfernbedienung, Fahrerassistenzsystemen oder Navigationssystemen, bei denen ein Tausch des Radios unverhältnismäßig aufwändig wäre. Die Betriebsspannungstoleranz von 8–30 V macht ihn auch für 24-V-Fahrzeuge (z. B. Transporter, Reisebusse) einsetzbar – ein Detail, das viele günstigere Adapter schlicht nicht mitbringen.
Kombinieren lässt er sich gut mit einem DSP wie dem AI Sonic AS-D2 oder ähnlichen Prozessoren, die Cinch-Eingänge erwarten. Da der Adapter bereits eine saubere BTL-Erkennung und Lautsprecherlastsimulation mitbringt, entfällt oft ein separates OEM-Integrationsmodul. Wer den Ausgangspegel komfortabel vom Armaturenbrett aus regeln will, sollte das passende RTC-Modul von Audio System direkt dazu bestellen.
Worauf du beim Einbau des HLC 2 EM RTC 12/24V achten solltest
- HPI-Schalter vor Inbetriebnahme setzen: Prüfe vorab, welche Ausgangsleistung dein OEM-Radio oder Werksendverstärker liefert. Bei leistungsstarken Systemen (z. B. Herstellerverstärker mit 40–100 W pro Kanal) unbedingt auf 100 W einstellen – sonst clippt der Eingang intern, was sich als Verzerrung im fertigen Signal bemerkbar macht.
- Verlegung getrennt von Hochstrompfaden: Das Gerät ist klein (55 × 37 × 15 mm) und lässt sich leicht hinter dem Radio oder im Türbereich verstecken – aber achte darauf, die Cinch-Ausgangskabel nicht parallel zu Stromkabeln zu verlegen, sonst zieht sich der Adapter trotz gutem SNR Einstreuungen ein.
- Remote-Leitung prüfen: Der automatisch generierte Remote-Ausgang ist für die Ansteuerung einer Endstufe gedacht – stell sicher, dass die nachgeschaltete Endstufe oder der DSP mit dem Remote-Signal des Adapters kompatibel ist (Schaltspannung beachten).
- Abzweigverbinder mit Bedacht nutzen: Die mitgelieferten Abzweigverbinder (Scotch-Locks) sind praktisch für schnelle Installationen – für eine dauerhaft saubere Verbindung empfehle ich aber ordentlich abisolieren und löten oder zumindest Quetschverbinder verwenden, besonders wenn das Fahrzeug Vibrationsbelastung hat.
Der Audio System HLC 2 EM RTC 12/24V ist kein Produkt, das man kauft, weil man nicht weiß, was man braucht – sondern weil man genau weiß, was man will: ein OEM-System sauber integrieren, ohne Abstriche beim Eingangssignal für die Nachfolgeelektronik. Wer ein serienmäßiges Fahrzeug gezielt aufrüsten will und dabei keinen eigenen Remote-Ausgang hat, kommt an einem solchen Adapter nicht vorbei. Audio System löst das hier auf einem Niveau, das sich klanglich auch neben hochwertigen DSP-Setups nicht blamiert.
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