Audio System R12 FLAT EVO2 – der Flat-Subwoofer für Setups, bei denen Einbautiefe zum Problem wird
Wer im Kofferraum oder unter Sitzen mit wenig Platz kämpft, kennt das Problem: Ein ordentlicher Subwoofer mit ausreichend Hub passt einfach nicht rein. Genau da setzt der Audio System R12 FLAT EVO2 an. Mit gerade einmal 97 mm Einbautiefe bei 300 mm Membrandurchmesser ist er ein echter Flat-Sub – aber kein Kompromiss-Produkt. 400 Watt RMS, ein Xmax von ±15 mm und solide Thiele-Small-Parameter machen ihn zu einer ernsthaften SQ-Option für Fahrzeuge, in denen ein konventioneller Subwoofer schlicht nicht realisierbar wäre.
Technische Highlights des R12 FLAT EVO2
- Extrem flache Bauform trotz ordentlichem Hub: 97 mm Einbautiefe sind für einen 12-Zoll-Subwoofer außergewöhnlich wenig. Kombiniert mit ±15 mm linearem Hub ist das kein reiner Papiertiger – der R12 FLAT EVO2 bewegt tatsächlich Luft, ohne einen halben Kofferraum zu beanspruchen.
- Connex-Spider und LLE-Sicke für Langlebigkeit: Die Aufhängung des Treibers setzt auf eine spezielle Spinnen-Konstruktion (Connex-Spider) in Kombination mit einer langlebigen Außensicke (LLE – Long Life Edge). Beide Komponenten sind auf Dauerbetrieb ausgelegt und sollen vorzeitigem Materialversagen vorbeugen – relevant bei Subwoofern, die dauerhaft im Alltag laufen.
- 2× 4-Ohm-Schwingspule (S4): Die Doppelschwingspule erlaubt Flexibilität beim Anschluss – entweder 2 Ohm parallel oder 8 Ohm seriell. So lässt sich der Sub an verschiedene Endstufen-Ausgänge anpassen, was bei der Integration in bestehende Setups ein echter Vorteil ist.
- Effektive Membranfläche von 510 cm²: Das ist für einen 12-Zöller ein ordentlicher Wert und erklärt, warum der Sub trotz flacher Bauweise bass-physikalisch noch etwas zu sagen hat. Zusammen mit der bewegten Masse von 162 g und einem Qts von 0,52 ergibt sich ein Treiber, der sich gut für geschlossene oder bassreflexverstärkte Gehäuse eignet.
- Integriertes Belüftungssystem und Polkernbohrung: Besonders bei flachen Subwoofern ist Wärmemanagement kritisch, weil die Schwingspule weniger Abstand zum Magneten hat. Der R12 FLAT EVO2 adressiert das durch ein mehrstufiges Belüftungssystem und eine Polkernbohrung – das verlängert die thermische Belastbarkeit im Dauerbetrieb.
- Resonanzfrequenz bei 34,2 Hz: Ein relativ niedriger Fs-Wert für einen Flat-Sub – das bedeutet, der Treiber kann auch tiefere Basslagen ohne übermäßigen Lautstärkeabfall wiedergeben, was für eine SQ-orientierte Abstimmung wichtig ist.
Technische Daten des R12 FLAT EVO2 im Überblick
- Nenngröße: 12 Zoll (300 mm)
- RMS-Belastbarkeit: 400 W
- Schwingspule: 2× 4 Ohm (S4), Durchmesser 51 mm
- Linearer Hub (Xmax): ±15 mm
- Resonanzfrequenz (Fs): 34,2 Hz
- Gesamtgüte (Qts): 0,52
- Äquivalentvolumen (Vas): 45,6 l
- Effektive Membranfläche (Sd): 510 cm²
- Bewegte Masse (Mms): 162 g
- Kraftfaktor (BL): 14,5 Tm
- Kennschalldruck (2,83 V / 1 m): 90,9 dB
- Frequenzbereich: 35–100 Hz
- Außendurchmesser: 319 mm
- Einbauöffnung: 279 mm
- Einbautiefe: 97 mm
- Gewicht: 4,4 kg
- Gehäuseempfehlung geschlossen: 30 l
- Gehäuseempfehlung Bassreflex: 50 l
Einsatzbereich & Kompatibilität des R12 FLAT EVO2
Der R12 FLAT EVO2 ist in erster Linie ein Subwoofer für Fahrzeuge mit begrenztem Einbauraum – klassisch: Limousinen mit Spare-Wheel-Well, Fahrzeuge mit flachem Kofferraumboden oder Unter-Sitz-Installationen in Pickups und SUVs, wo ein normaler Sub physisch nicht passt. Mit einem empfohlenen Gehäusevolumen von 30 l (geschlossen) oder 50 l (Bassreflex) ist er auch für selbst gebaute Flachkisten gut geeignet – ein Gehäuse mit 12–15 cm Innenhöhe ist damit darstellbar.
Das Qts von 0,52 macht ihn am flexibelsten im geschlossenen Gehäuse, wo er eine kontrollierte, saubere Basswiedergabe liefert – passend zu SQ-Setups, die auf Präzision statt auf maximalen Pegel ausgelegt sind. Wer einen DSP im System hat (z. B. von Helix oder Audison), kann mit einem Subsonic-Filter die untere Grenzfrequenz sauber beschneiden und so das Beste aus der flachen Bauform herausholen. Als Endstufe empfiehlt sich ein Kanal mit 300–500 W an der entsprechenden Impedanz – nicht überdimensionieren, der Sub ist kein SPL-Werkzeug.
Worauf du beim Einbau des R12 FLAT EVO2 achten solltest
- Gehäusevolumen exakt einhalten: Flat-Subwoofer reagieren empfindlicher auf Gehäuseabweichungen als tiefe Konstruktionen. Halte das empfohlene Nettovolumen (30 l geschlossen) möglichst genau ein – zu klein klingt hart und begrenzt den Hub, zu groß macht den Bass schwammig und unkontrolliert.
- Belüftung nicht verbauen: Der Sub hat ein integriertes Belüftungssystem. Sorg dafür, dass die Rückseite des Magneten nicht vollständig eingekapselt oder luftdicht verbaut wird – Luftzirkulation am Motor verlängert die Lebensdauer deutlich, besonders bei längeren Vollgas-Sessions.
- Subsonic-Filter nutzen: Bei 34,2 Hz Resonanzfrequenz und ±15 mm Xmax ist der Treiber nicht für extreme Tiefbass-Exkursionen unter 30 Hz ausgelegt. Ein Subsonic-Filter bei etwa 30–33 Hz schützt ihn vor unkontrollierten Auslenkungen, die den mechanischen Grenzen schaden könnten.
- Anschlussquerschnitt zur Endstufe: Bei 400 W RMS sollte die Lautsprecherleitung mindestens 4 mm² haben – dünne Kabel bedeuten Verluste und im Extremfall Wärmeschäden am Terminal.
Der Audio System R12 FLAT EVO2 ist ein durchdachter Flat-Sub für alle, die sauberen, kontrollierten Bass wollen, aber keinen Platz für konventionelle Konstruktionen haben. Er ist kein Maximalpegel-Werkzeug, sondern eine SQ-orientierte Lösung mit sinnvollen Kompromissen – ideal für den Alltagseinsatz im Fahrzeug, das trotzdem gut klingen soll. Wenn du die passende Endstufe und ein ordentlich abgestimmtes Gehäuse dazunimmst, bekommst du hier deutlich mehr als ein reines Platzproblem-Pflaster.
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